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Phascoliophila phascolionis (Dautzenberg & H. Fischer 1925)

Montacuta phascolionis ( German )

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Montacuta phascolionis ist eine Muschel-Art aus der Familie der Linsenmuscheln (Montacutidae). Die Art lebt kommensal mit dem Spritzwurm Phascolion strombi, der wiederum in Leergehäusen von Schnecken der Gattungen Apporhais und Turritella lebt.

Merkmale

Das gleichklappige, schmale (komprimierte) Gehäuse der Weibchen ist nahezu auch gleichseitig. Es ist bis zu vier Millimeter lang. Es ist im Umriss länglich elliptisch. Die Dorsalränder fallen nahezu gleich zum Hinter- und Vorderende ab. Vorder- und Hinterrand sind gerundet, der Ventralrand ist nahezu gerade oder sogar leicht konkav gekrümmt. Der innere Rand ist glatt. Das interne Ligament sitzt auf einem flachen Resilifer unter und hinter den Wirbeln. Das Schloss weist in der rechten und linken Klappe je einen kleinen vorderen Zahn auf. Die Mantellinie ist ganzrandig, die Muskeleindrücke sind undeutlich. Die Männchen sind Zwergmännchen, die nur ein Gehäuse in Form des Prodissoconchs haben und nur 400 µm lang werden. Es gibt aber auch Männchen, die sich weiter entwickeln mit einer Gehäuselänge von zwei bis drei Millimeter.

Die weiße Schale ist dünn und stark mit rostfarbenen Eisenverbindungen inkrustiert. Die Ornamentierung besteht aus feinen randparallelen Anwachsstreifen, etwas gröberen Wachstumsunterbrechungen und radiale, linealische Einschlüsse in der Schale.

Geographische Verbreitung und Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Mittelmeer bis nach Südengland und in die Keltische See. Der Lebensraum reicht vom Sublittoral, über den flachen Schelf bis etwa zum Schelfrand (200 m).

Die Art lebt kommensal mit dem Spritzwurm Phascolion strombi, der wiederum in Leergehäusen von Schnecken der Gattungen Apporhais und Turritella lebt.

Die Tiere sind protandrische Hermaphroditen, gelegentlich kommen auch Zwergmännchen vor, d. h. Exemplare, die sich nicht zu Weibchen weiter entwickelt haben. Sie haben nur etwa drei Kiemenfilamente und einen Verdauungstrakt, dessen Enden jedoch verschlossen sind, d. h., sie können sich nicht mehr ernähren. Dafür sind die Testes gut entwickelt und sehr groß. Sie leben in der Mantelhöhle der Weibchen. Die Männchen, die sich weiter entwickeln, wechseln ihr Geschlecht ab einer Größe von zwei bis drei Millimetern. Beutel-ähnliche Strukturen (175±210 µm lang und 125±140 µm hoch) zwischen den Nieren und dem hinteren Teil des Ovariums sind Spermiendepots, die es den Weibchen erlauben, Eier zu einem günstigen Zeitpunkt zu befruchten.

Taxonomie

Das Taxon wurde 1925 von Philippe Dautzenberg und Paul Henri Fischer aufgestellt.[1] Es ist die Typusart von Phascoliophila (Nordsieck, 1969), die aber als Synonym von Montacuta betrachtet wird.[2]

Belege

Literatur

  • John D. Gage: Mode of life and behaviour of Montacuta phascolionis, a bivalve commensal with the sipunculan Phascolion strombi. Journal of the Marine Biological Association of the United Kingdom, 59(3): 635–657, 1979 doi:10.1017/S0025315400045653
  • C. Delongueville, R. Scaillet: Observation de Montacuta phascolionis Dautzenberg & Fischer H. 1925 dans Ocenebra erinaceus (Linnaeus, 1758) à Estepona. Novapex (Jodoigne) Société 12(1): 9–10, Brüssel 2011 ISSN 1375-7474 PDF

Online

Einzelnachweise

  1. Philippe Dautzenberg, Paul-Henri Fischer: Les mollusques marins du Finistère et en particulier de la région de Roscoff. 180 S., Les Presses Universitaires de France, Paris 1925.
  2. MolluscaBase: Montacuta phascolionis Dautzenberg & Fischer, 1925
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Montacuta phascolionis: Brief Summary ( German )

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Montacuta phascolionis ist eine Muschel-Art aus der Familie der Linsenmuscheln (Montacutidae). Die Art lebt kommensal mit dem Spritzwurm Phascolion strombi, der wiederum in Leergehäusen von Schnecken der Gattungen Apporhais und Turritella lebt.

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